
“Das Äußerste, das Menschenkräfte leisten,
Hab ich getan – Unmögliches versucht.
Mein alles hab ich an den Wurf gesetzt.
Der Würfel, der entscheidet, liegt, er liegt.
Begreifen muß ich’s – und, daß ich verlor.” (Penthesilea)
Am 21.11.1811 erschoss Heinrich von Kleist befreit und bester Stimmung seine Todesgefährtin Henriette Vogel und sich. Damit fand ein außergewöhnlich intensives und radikal geführtes Leben ein selbstgewähltes und freies Ende.
Seine Radikalität im Ausloten und Durchglühen der eigenen Kreativität ist es, die ihn uns als Vorbild und Inspiration noch heute so unendlich wertvoll macht.
Seine Ruhelosigkeit und seine Kraft, sein unbändiger Wille, sein Innerstes in unsterbliche Verse zu pressen und seinem Leben somit gigantische Größe zu verleihen, ohne dabei diese Größe von anderen zu fordern, sondern sie nur bei und in sich selbst suchend, sind für uns mehr als Grund genug, den Versuch zu wagen, sich diesem Giganten filmisch zu nähern. Entstanden ist dabei ein einzigartiges Dokument einer Begegnung im Hier und Jetzt mit der rasanten Dramaturgie dieser überfülltesten 34jährigen Lebensgeschichte.
Grundlage des Filmes ist dabei der Aufsatz von Stefan Zweig “Der Kampf mit dem Dämon”. Weiterlesen →